Wa(r)terloo

Wartender HundTextauszug: Zeit ist bekanntlich Geld. Doch Zeit hat eigentlich niemand. Was daran liegen mag, dass Selbige immer und überall eingefordert wird. Freizeit, Schlafenszeit, Arbeitszeit sind die dominantesten. Insbesondere Letztere kann hier und da auch zur Leidenszeit werden – sogar auf Lebzeit. Wir verbringen einen nicht unwesentlichen Teil unseres Lebens damit, abzuwägen, wie wir die Tage, Wochen, Monate, ja, sogar die Stunden, Minuten und Sekunden optimal nutzen können. Gerade weil die Uhr unaufhörlich tickt, können wir uns Zeitverschwendungen eigentlich kaum leisten. Und doch werden unsere persönlichen Zeitfenster immer wieder fremdbestimmt – vor allem durch Wartezeit. Wir warten ständig. Auf den Bus oder die Bahn, auf den Feierabend, auf die große Liebe, auf den Sechser im Lotto. Wir warten beim Arzt, an der Ampel, auf eine Eingebung, auf den neuen Harry Potter. Wir warten mal auf schöner Wetter, mal sehnsüchtig auf Regen.

Inhalt: Die Soziologie des Wartens
Länge: 1758 Zeichen
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