Wa(r)terloo

Wartender HundTextauszug: Zeit ist bekanntlich Geld. Doch Zeit hat eigentlich niemand. Was daran liegen mag, dass Selbige immer und überall eingefordert wird. Freizeit, Schlafenszeit, Arbeitszeit sind die dominantesten. Insbesondere Letztere kann hier und da auch zur Leidenszeit werden – sogar auf Lebzeit. Wir verbringen einen nicht unwesentlichen Teil unseres Lebens damit, abzuwägen, wie wir die Tage, Wochen, Monate, ja, sogar die Stunden, Minuten und Sekunden optimal nutzen können. Gerade weil die Uhr unaufhörlich tickt, können wir uns Zeitverschwendungen eigentlich kaum leisten. Und doch werden unsere persönlichen Zeitfenster immer wieder fremdbestimmt – vor allem durch Wartezeit. Wir warten ständig. Auf den Bus oder die Bahn, auf den Feierabend, auf die große Liebe, auf den Sechser im Lotto. Wir warten beim Arzt, an der Ampel, auf eine Eingebung, auf den neuen Harry Potter. Wir warten mal auf schöner Wetter, mal sehnsüchtig auf Regen.

Inhalt: Die Soziologie des Wartens
Länge: 1758 Zeichen
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Achtung! Warten erwarten

MEV17008Textauszug: Warten gehört für viele nicht gerade zur beliebtesten Form des Zeitvertreibs und doch werden wir immer und überall gezwungen, zu warten. Das fängt schon vor der Geburt an, wenn alle, vor allem die künftigen Eltern und Großeltern, den Moment kaum abwarten können, wenn das neueste Familienmitglied das Licht der Welt erblickt. Dann warten alle auf den Moment, wenn wir endlich eigenständig krabbeln können, die erste fest Nahrung zu uns nehmen können und endlich die erste Laute artikulieren, die wahlweise als „Papa“ oder „Mama“ interpretiert – abhängig davon, wer von beiden diese gerade vernimmt. Später warten alle darauf, dass der Nachwuchs die ersten eigenen Schritte tut, dass sich die ersten Zähne rausschieben, dass die Kindergartenzeit beginnen möge und schließlich darauf, dass zum ersten Mal die Schulbank gedrückt wird.

Inhalt: Die Kunst des Wartens..
Länge: 3.063 Zeichen
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Nettoknutschzeit

PärchenTextauszug: Nur beim Warten scheint die Zeit irgendwie nicht vergehen zu wollen. Ansonsten halten wir es in unserer bisweilen hektischen Zeit eher mit Paulchen Panther, der ja dereinst einprägsam und melodisch zum Ende jeder Sendung sein „Wer hat an der Uhr gedreht“ skandierte. Denn nicht selten fragen wir uns, wo die wertvolle Zeit geblieben ist? Antworten darauf liefern uns unsere Statistiker. So erfahren wir, dass der Mensch in unseren Breitengraden im Schnitt ganze 24 Jahre und fünf Monate seines ohnehin zeitlich begrenzten Erdendaseins schlichtweg verpennt. Dagegen muten die insgesamt sechs Monate, die wir mit mehr oder weniger langen Sitzungen auf der Toilette verbringen, fast schon wie ein – mit Verlaub gesagt – Fliegenschiss an.

Inhalt: Womit der Mensch rechnerisch seine Zeit verbringt
Länge: 2.309 Zeichen
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