Der Smartphone-Bazillus

TelefonTextauszug: Wie steigert man ekelig? Nein, nicht ekelig, ekeliger, am ekeligsten, sondern Toilette, Kühlschrank, Smartphone. Denn – und dies mag manchen Dampfplauderer erschrecken – das mobile Telefon ist gemäß des renommierten Wall Street Journals eine der größten Keimschleudern in unserem Alltag. Dabei geht es nicht um die fiesen Bazillen von NSA & Co, die uns Flöhe ins Ohr gesetzt haben und regelmäßig abhören. Vielmehr geht es um jene Keime, die sich bis dato vornehmlich in und auf Toilettenschüsseln getummelt haben. Denen scheint das Leben zwischen Darmtrakt und Abflussrohr nicht mehr richtig zu gefallen. Stattdessen haben sie sich einen neuen Lieblingstummelplatz auf dem Display des Smartphones besorgt. Das hat aus Sicht der Keime zahlreiche Vorteile.

Inhalt: Das Mobiltelefon als Keimträger
Länge: 1.852 Zeichen
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Bluetoothbehälter

wine-600134_640Textauszug: Ja, der Mensch ist schwach. Sehr, sehr schwach. Also, er kann schon einen Eimer Wasser oder einen Rahmen Bier hochheben, aber er kann gewissen Reizen und Gelüsten irgendwie nicht widerstehen. Ja, der Mensch ist ein Weichei, der seinen eigenen Willen nicht im Griff hat. Der eine will weniger oder gar nicht mehr rauchen, greift aber immer und immer wieder zum Glimmstengel. Der andere will weniger Schokolade und Süßkram essen, stopft aber bei jeder sich bietenden Gelegenheit zuckerhaltige Leckereien kiloweise in sich rein. Wohl wissend, dass er sich das Zeug auch direkt auf die Hüfte schmieren könnte. Fast jeder von uns hat eine Sucht, die er kaum bis gar nicht kontrollieren kann. 

Inhalt: Wie ein Plastiksafe Willensschwachen helfen kann
Länge: 2.572 Zeichen
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Selfie-Macher

Fotografieren, Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: Wer auf Achse ist, will Beweise. Und zwar darüber, wo er war. Gut, normalerweise erinnern wir uns daran, wohin wir gereist sind – zumindest an die meisten Orte. Aber wir wollen natürlich auch anderen beweisen, wo wir überall waren. Früher wurde dann zum Taschenmesser gegriffen und in einen Baum oder eine Hauswand ein schlaues „I was here“ geritzt. Das ging natürlich auch mit einem Kuli oder Edding. Mit denen konnte man sich auch herrlich auf Hauswänden, Türen und Fliesenspiegeln verewigen. Die Daseins-Bekundung in englischer Sprache zeugte zudem davon, wie gebildet und weit gereist jemand war. Das einzige Problem: Der Baum-, Parkbank- oder Wandkritzler musste anonym bleiben, um nicht Gefahr zu laufen, für den Schaden zur Kasse gebeten oder zu Reinigungsarbeiten gezwungen zu werden.

Inhalt: Passionen von Selfie-Fotografen
Länge: 2.712 Zeichen
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Wachsende Apphängigkeit

MEV05042Textauszug: Irgendwie scheint jeder nach irgendetwas süchtig zu sein. Der eine nach Schokolade, der andere nach Sex, wiederum andere nach Tabak, Alkohol oder Drogen. Dann gibt es noch diejenigen, die gefallsüchtig sind, und diejenigen die süchtig nach Aufmerksamkeit sind. Suchtgefahren lauern in unserem Alltag überall. Selbst die oft harmlos ausschauende Kaffeemaschine besitzt das Potenzial, einen mit ihrem Ausfluss abhängig zu machen. Eine relativ junge Suchtquelle für die Menschheit findet sich immer griffbereit in der Nähe vor allem junger Menschen. Sie können die Finger – und auch die Augen und zum Teil die Ohren – einfach nicht davon lassen. Die Rede ist vom Smartphone, jenem sprechenden Knochen, der längst auch zum Hilfsfotoapparat, zur mobilen Musikbox, zum tragbaren Radio und Minifernseher, aber auch zur Steuerung für Heizung, Licht und Garagentor sowie zum bargeldlosen Zahlmittel und als Fahrkarten- oder Flugticketersatz mutiert ist.

Inhalt: Wie Smartphones und Apps süchtig machen…
Länge: 2.418 Zeichen
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Alltags-Paradoxon

604869_original_R_K_B_by_Petra Bork_pixelio.deTextauszug: Hallo? Geht’s noch? Was tun wir alles für verrückte Dinge, die wir für völlig normal halten! Wir schreiben elektronische Postkarten aus dem Urlaub, die dann von einem Dienstleister ausgedruckt und postalisch zugestellt werden. Warum kaufen wir also nicht gleich eine stinknormale Ansichtskarte, kleben eine Briefmarke darauf, versehen das Ganze mit einem Gruß und stecken es in den Briefkasten? Wir haben Angst vor der Überwachung durch die NSA, verbreiten aber über soziale Medien minutiös, was wir gerade wo und in Begleitung von wem machen. Herrlich. Wie wollen etwas für die Gesundheit tun, verzichten auf eine Zichte, zünden uns dafür eine e-Zigarette an. Hallo? Geht’s noch?

Inhalt: Welche paradoxen dinge viele tun
Länge: 2.066 Zeichen
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iShirt mit Deodüse

MEV10037Textauszug: So toll so ein Zeitmesser auch sein mag, so sehr wird es Zeit, dass die wundersame Technologie auch in ganz normale Kleidungsstücke Einzug erhält. Ich weiß nicht, ob die Chefstrategen bei Apple dies schon auf dem Zettel haben, falls nicht, möchte ich an dieser Stelle ein paar Anregungen geben, wie und womit das Apfelimperium noch weitere Millionengewinne generieren könnte. Ein Renner wäre beispielsweise das iShirt, ein Hemd, das nicht nur selbstreinigend und glättend ist, sondern auch unkontrollierten Achselschweiß mit der eingebauten Deodüse bekämpft und so das Stinkpotenzial des Trägers spürbar eindämmt.

Inhalt: Neue computergesteuerte Hightech-Kleidungsstücke
Länge: 2.899 Zeichen
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