Wandelnde Pfropfen

AmeiseTextauszug: Die meisten von ihnen sind dauerhaft am Boden. Einige auch am Boden zerstört – vor allem dann, wenn dicke Lkw-Reifen über sie rollen. Sie sind stark wie Herkules, können das Zehnfache ihres eigenen Körpergewichtes stemmen. Sie schuften und rackern, kümmern sich um den Nachwuchs der anderen. Ja, kein Zweifel, Ameisen sind die besseren Menschen. Nie kommt ein Wort der Unzufriedenheit über ihre Lippen, nie meckern sie. Zudem sind sie pfiffig und selbstlos. Britische Wissenschaftler haben nämlich herausgefunden, dass die Insekten in Südamerika ganz nebenbei für verbesserte Straßenverhältnisse sorgen. Und dies unkompliziert, unbürokratisch und ohne großen Aufwand. Dazu füllen die tropischen Armeeameisen (Eciton brucheli) einfach Schlaglöcher entlang des Weges mit ihren eigenen Körpern und ermöglichen ihren Kollegen, darüber zu kriechen.

Inhalt: Warum Ameisen die besseren Menschen sind
Länge: 1751 Zeichen
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Sitzenbleiber

ToiletteTextauszug: Böse Zungen behaupten, wenn es keine Fernsehwerbung geben würde, wüsste man nicht, wann man auf die Toilette gehen soll. Vor allem in früheren Zeiten, als noch der Gang in den Hof zum Häuschen mit dem Herz an der Tür notwendig war, hatten die Menschen die Zeitung zunächst vor sich, kurze Zeit später dann hinter sich. Ein duftes Thema, werden Sie nun denken. Aber mal Hand an die Toilettenpapierrolle, gehören auch Sie zu den Sitzenbleibern, die den Ruf der Natur gerne einmal damit verbinden, sich über die Neuigkeiten in der Welt zu informieren? Oder nehmen Sie lieber ein spannendes Buch bei der Sitzung zur Hand? Sie finden dies absurd? Für jeden Zweiten unserer Mitmenschen gehört die Lesestunde auf dem stillen Örtchen zum täglichen Geschäft.

Inhalt: Die Toilette als Lesestube
Länge: 1824 Zeichen
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Rot ist blau!

Rot-blauTextauszug: Auch auf die Gefahr hin, dass ich es schon einmal gesagt habe, sich ständig zu wiederholen, bringt nichts. Andere mögen dies anders sehen. „Grandios!“, jubelt der Fernsehdirektor nach der 25. Wiederholung der gleichen ollen Kamelle und schwärmt von einem „ganz neuen Eindruck – jetzt mit der veränderten Anfangszeit“. Andererseits wissen wir, stetes Stopfen füllt das Schwein. Daher sind wir wohl auch den immer gleichen Werbebotschaften ausgesetzt. Und dies bleibt nicht ohne Effekt. Psychologen der Universität Virginia Tech im amerikanischen Blacksburg haben bei einem Experiment mit mehr als 1000 Probanten herausgefunden: Je öfter eine Aussage zu hören ist, desto glaubhafter wirkt sie.

Inhalt: Glaubhaftigkeit von Wiederholungen
Länge: 1.840 Zeichen
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Yolo-Kaufrausch

money-256319_640Textauszug: Obschon Leinwandheld James Bond bereits im Jahre 1967 mit dem Streifen „Man lebt nur zweimal“ über die Kinobildschirme geflimmert ist, gibt es selbst bei denjenigen, der IQ deutlich unter dem von Knäckebrot liegt, leichte Zweifel am Wahrheitsgehalt des 007-Credos. Auch mit Katzen, die ja angeblich sieben Leben haben, wollen sich die meisten nur bedingt auf eine Stufe stellen, auch wenn sie schon mal einen Kater haben oder sich als ausgewiesene Schmusekatzen erweisen. Und so ist „Yolo“ längst zum Motto einer ganzen Generation geworden. Der Ausdruck, der es sogar schon zum Jugendwort des Jahres brachte, stammt aus dem Englischen und ist die Abkürzung von „you only live once“. Mit anderen Worten: man lebt nur einmal. Eine Erkenntnis, die zu dem Phänomen führt, dass die Generation 3.0 hier und da dazu neigt, mit dem Geld – sagen wir mal – etwas großzügiger umzugehen. 

Inhalt: Die falsche Einstellung führt zu Impulskäufen
Länge: 2.625 Zeichen
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Bluetoothbehälter

wine-600134_640Textauszug: Ja, der Mensch ist schwach. Sehr, sehr schwach. Also, er kann schon einen Eimer Wasser oder einen Rahmen Bier hochheben, aber er kann gewissen Reizen und Gelüsten irgendwie nicht widerstehen. Ja, der Mensch ist ein Weichei, der seinen eigenen Willen nicht im Griff hat. Der eine will weniger oder gar nicht mehr rauchen, greift aber immer und immer wieder zum Glimmstengel. Der andere will weniger Schokolade und Süßkram essen, stopft aber bei jeder sich bietenden Gelegenheit zuckerhaltige Leckereien kiloweise in sich rein. Wohl wissend, dass er sich das Zeug auch direkt auf die Hüfte schmieren könnte. Fast jeder von uns hat eine Sucht, die er kaum bis gar nicht kontrollieren kann. 

Inhalt: Wie ein Plastiksafe Willensschwachen helfen kann
Länge: 2.572 Zeichen
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Dick, dumm, gefräßig

DickeTextauszug: Die Formel „dick, dumm und gefräßig“ scheint nicht einer gewissen Grundlage zu entbehren. Gut, nun werden Skeptiker einräumen, dass das mächtige Körpervolumen durchaus auch mit der einen oder anderen Krankheit in Zusammenhang stehen könnte. Und dass nicht jeder, unter dem die Waage schrecklich ächzt, eine unangemeldete Massendemonstration auf zwei Beinen sei, deren IQ deutlich unter dem von Knäckebrot liege. Einige nehmen bekanntlich auch schon zu, wenn sie nur das Fettgedruckte in der Zeitung lesen. Richtig schlimm ist es für viele eigentlich erst dann, wenn die Körpermaße dermaßen ausufernd sind, dass dem wabbernden Fleischberg sogar eine eigene Postleitzahl zugewiesen wird. 

Inhalt: Warum Übergewicht dumm macht
Länge:  2.248 Zeichen
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