Brite schön

Textauszug: Es gibt alle Arten von Briten – große und kleine, dicke und dünne. Einige haben blonde Haare, einige braune, einige schwarze oder graue. Einige – und das sollte der Vollständigkeit halber erwähnt werden – haben gar keine. Besonders in sonnigen Gefilden wie Spanien oder Griechenland ist der ansonsten eher nordisch-blasse Brite daran zu erkennen, dass er nach einem ausgiebigen Sonnenband wie ein abgebrühter Hummer aussieht. Selbst Brandblasen auf der Haut halten ihn nicht davon ab, auch am Tag darauf die Sonne weiter anzubeten. Doch der Brite ist nicht nur gegen Hitze resistent, auch jegliches Kälteempfinden scheint ihm fremd.

Thema: Teekochen auf die britische Art.
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Luftige Geschmacksverwirrung

TomatensaftTextauszug: Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten – allenfalls wundern. Wobei sich viele auch über sich selber wundern dürften, wenn ihre Geschmacksknospen in der Höhenluft wieder einmal völlig verwirrt sind. Wie von Geisterhand gesteuert, erwischen sich die Flugpassagiere selber dabei, wie sie, warum auch immer, bei der netten Flugbegleiterin einen Tomatensaft bestellen, um die Lippen mit dem roten Extrakt der ausgequetschten Nachtschattengewächse ein wenig zu benetzen. Am Boden und im echten Leben käme wohl kaum jemand auf die Idee, den roten Gemüsesaft in einer Kneipe zu ordern oder gar in sich hineinzuschütten.

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Inhalt: Die unbändige Lust auf Tomatensaft über den Wolken
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Pfundsidee

speculaas-1713083_640Textauszug: Doch dann war der übliche Ärger wieder da. Die Waage musste kaputt sein. „Nein, das Gewicht kann niemals stimmen! Vor vierzehn Tagen waren es noch zweieinhalb Kilo weniger“, stellte Wibke mit entsetztem Blick fest, wohl wissend um die bevorstehende Völlerei an den Weihnachstagen. Vermutlich ein Jahreszeit bedingter Defekt, der von den Herstellern gezielt eingebaut wurde, um mehr Waagen zu verkaufen, dachte Wibi selber wenig überzeugt, aber fest entschlossen der Wucherei der ungeliebten Pfunde noch vor Weihnachten Einhalt zu gebieten.

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Sättigungslüge

Hot DogTextauszug: Das Auge isst ja bekanntlich mit. Und dabei geht es nicht nur um die Optik der dargereichten Speisen. Natürlich lieben wir es alle, wenn das Essen annähernd so hübsch anzusehen ist wie unser Gegenüber. Wobei es mit Blick auf unseren Gegenüber genau wie beim Essen durchaus Unterschiede gibt. Nicht immer muss uns das, was zum Anbeißen lecker aussieht, auch schmecken. Dabei geht es nicht nur um die Qualität, sondern auch um die Quantität. Wie oft mussten wir schon feststellen, dass die Augen mal wieder größer waren als der Mund? In solchen Fällen ist es allenfalls die Gier, die uns dazu treibt, alles bis auf den letzten Krümel in uns hineinzustopfen. Vielleicht ist es aber auch kulturell bedingt.

Inhalt: Wenn das Auge das Sättigungsgefühl steuert
Länge: 2.134 Zeichen
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Gelato per Cani

Schleckhund Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: Manche Leckereien lassen mich eiskalt. Andere kommen mir erst gar nicht in die Tüte. Die Eistüte wohlgemerkt. Kugeln mit so ungewöhnlichen Geschmacksvarianten wie Knoblauch oder Kaugummi locken mich nicht hinter dem Ofen vor, geschweige denn an den Tresen des Eissalons. Zitrone, Malaga, Stracciatella – okay. Zur Not auch Waldmeister. Und ein Hund? Wonach schleckt sich Waldi wohl die Pfoten? Würde ein Schwanzwedler auf den Hinterbeinen stehend, mit einem freundlichen „Wuff“ drei Kugeln Pansen-Eis bestellen, wenn er könnte? Oder lieber ein Eis mit Schweineohrstückchen? Ihnen wird allein bei dem Gedanken hundeelend? Sie ziehen verächtlich die Lefzen, oh Verzeihung, die Mundwinkel hoch? 

Inhalt: Ein spezielles Eis für Hunde
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Schokoninchen

SchokoschnuteTextauszug: Die Schokolade, der Truthahn und die Ananas sind die drei Dinge, für die der essende Mensch dem Entdecker von Amerika wirkliche Dankbarkeit schuldet. Insbesondere das kakaohaltige Genussmittel versüßt nicht wenigen den Alltag, gilt hier und da als Nervennahrung und Sexersatz. Viele von uns scheinen über einen angeborenen Schokoladeninstinkt zu verfügen, der schon im Kindesalter perfekt ausgeprägt war. Da konnten sich Mama und Papa nach dem Wocheneinkauf noch so bemühen, die Schokolade kindersicher zu verstecken, mit süßem Zahn wurde das Täfelchen zielsicher aufgespürt und gierig verschlungen. Ein Phänomen, das ganze Generationen von Kindern prägte und bis zum heutigen Tag prägt, und das nun neuen Nährboden erhielt

Inhalt: Der angeborene Schokoladeninstinkt
Länge: 1.771 Zeichen
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