Blechtrottelfrust

CallcenterTextauszug: Eine Weile kam ich mir vor, wie das schärfste Messer in der Schublade. Ich war begehrt. Ach was, mehr als begehrt. Da wurde jemand tatsächlich nicht müde, sich um mich zu bemühen. Regelmäßig wurde ich telefonisch kontaktet. Doch die anfängliche Euphorie ist nun der Ernüchterung gewichen. Ich dachte wirklich, es ginge um mich. Dabei geht es nur um mein Portemonnaie. Okay, es dauerte ein Weilchen, bis ich dies begriffen hatte. Doch kaum war die Tinte unter dem Vertrag trocken, schien sich der Telekommunikationsanbieter partout nicht mehr an mich erinnern zu können oder zu wollen. Auch die versprochenen Leistungen und Leitungen wollen irgendwie nicht so richtig. Darum griff wiederum ich zum Hörer, um meine neue alte Liebe einmal telefonisch zu kontakten. Aber es ging partout keiner mehr ans Telefon. Keine wollte mit mir sprechen.

Inhalt: Warteschleifen- und Call-Center-Frust
Länge: 2.073 Zeichen
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Zustellterror

BriefkästenTextauszug: Das Internet macht es möglich. Wir müssen nicht mehr für jede Kleinigkeit in die Stadt fahren, sondern können vieles bequem von zu Hause aus einfach online bestellen. Das stärkt nicht unbedingt den lokalen Handel, hat aber den charmanten Vorteil, dass man rund um die Uhr shoppen und Preise in nahezu jedem Winkel des Landes vergleichen kann. Und man muss das frisch Erworbene nicht mühevoll in die eigenen vier Wände schleppen. Stattdessen kommt einer der vielen konkurrierenden Paketdienste vorgefahren und bringt die gewünschte Ware bis an die Türschwelle. Soweit zur Theorie. De facto tun die Zusteller so, als seien sie chronisch im Stress. Tatsächlich aber ist dies eine raffinierte Bande, die weiß, wie man den Kunden zum Umdenken bewegt, und ihn dazu veranlasst, doch den lokalen Handel wieder zu stützen. 

Inhalt: Die Krux mit Paketzustellern
Länge: 2.638 Zeichen
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Die 46-Stunden-Toilettenwoche

Waldtoilette-6, Copyri´ght Ulrike Katrin PetersTextauszug: Auch auf die Gefahr hin, dass der eine oder andere nun verächtlich die Nase rümpft, wollen wir heute mal einen Blick in das Stille Örtchen werfen. Also auf jenen Ort, den nicht nur der Kaiser zu Fuß aufsucht, sondern tagtäglich auch Tausende von Angestellte. Deren Toilettengänge standen nun im Fokus einer Studie mit 6.000 Teilnehmern im Auftrage eines Hygieneservice-Anbieters. Und siehe da, der gemeine Bürohengst scheint sich klomäßig zu vergaloppieren und das WC mit einem Ort der Entspannung vom mitunter überaus stressigen Arbeitsalltag zu verwechseln. Ganze 46 Stunden pro Jahr avanciert der gekachelte Raum zum bevorzugten Aufenthaltsort eines jeden Mitarbeiters.

Inhalt: Warum Mitarbeiter so viel Zeit auf der Toilette verbringen
Länge: 2.577 Zeichen
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Augenblick

Beobachten, Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: Nicht wenige bilden sich etwas darauf ein, einigermaßen gebildet zu sein. Denn dies führt im Einzelfall – um im Bilde zu bleiben – zu einer Bilderbuchkarriere. Was nicht heißen muss, dass der derjenige als vermeintlicher Held Eingang in ein Bildbuch findet, ein solches illustriert oder schreibt. Dies kann natürlich der Fall sein, ist aber eher selten. Fakt ist, Bildung ist ein hohes Gut, das in unserer Gesellschaft nicht nur geschätzt wird, sondern sich in Form von gut dotieren Jobs zumeist bezahlt macht. In die eigene Bildung zu investieren, ist quasi eine geldwerte Anlage. Doch wie alles im Leben hat auch die Bildungs-Medaille zwei Seiten. Beruflicher Erfolg und klingende Kasse hier, gesundheitliche Folgen da.

Inhalt: Kurzsichtigkeit als Kulturkrankheit
Länge: 2.611 Zeichen
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Stressvermeidungsstrategie

StressTextauszug: Na, nun zieren Sie sich nicht so. Es kann doch nicht so schwer sein, ein paar positive Worte zu finden. Sagen Sie doch einfach mal, dass Sie die kleinen Textchen, die Sie tagtäglich an dieser Stelle finden, schlichtweg grandios finden. Dass Sie selten etwas Besseres, Lustigeres und Geistreicheres gesehen, geschweige denn gelesen haben. Teilen Sie mir doch bitte einfach mal mit, dass sie ein absoluter Fan, ja, ein glühender Anhänger dieser kleinen Kolumne sind. Und bitte, bitte, räumen Sie ein, dass die hier verbreiteten Ansichten und Denkweisen ganz wesentlich Einfluss auf alle wichtigen Entscheidungen Ihres Alltags haben. .

Inhalt: Wie Kolumnenschreibern der Stress genommen werden kann
Länge: 1.864 Zeichen
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Hilfreicher Stress

Faulenzen, © Karsten-Thilo RaabTextauszug: In Zeiten von akut grassierenden Burn-out-Syndromen scheint der gute alte Stress immer mehr zur bestimmenden Einflussgröße in unserem Alltag zu werden. Denn Stress herrscht immer und überall. Oder anders ausgedrückt, alles, was nicht Kaffeepause ist, ist purer Stress. Wobei auch die Kaffeepause zu Stress ausarten kann, wenn man sich mal wieder nicht entscheiden kann, welches Heißgetränk es denn sein soll, während das Murren in der Warteschlange hinter einem immer größer wird. So gesehen kann auch der Versuch, Stress zu vermeiden, Stress bedeuten. Wir leiden unter Freizeitstress, Beziehungsstress, Erfolgsstress, Fahrstress und Dauerstress.

Inhalt: Welche Art von Stress gesundheitsfördernd ist
Länge: 2480 Zeichen
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