Symbolflattermann

Rotkehlchenportrait_aus_ca._1_Meter_EntfernungTextauszug: Viele haben einen Vogel, also, viele Nationen. Die US-Amerikaner haben einen stolzen Seeadler als Wappentier. Im fernen Neuseeland ist es mit dem Kiwi ein tennisballähnlicher Knubbel, der nicht fliegen kann, und in Deutschland der Bundesadler, der hier und da auch schon mal zum Pleitegeier mutiert. Da können und wollen unsere britischen Nachbarn natürlich nicht ohne Symbolflattermann sein. Gut, der eine oder andere wird nach Begegnungen mit volltrunkenen Briten an Spaniens oder Griechenlands Stränden einräumen wollen, dass viele Untertanen der Queen ohnehin eine Meise unter dem Pony hätten, aber die ist nicht gemeint. Zudem müssen wir mit Blick auf das mitunter fragwürdige Verhalten unserer Mitmenschen gestehen, auch bei dem einen oder anderen Deutschen piept es wohl ein wenig.

Inhalt: Vögel als nationales Symbol.
Länge: 2.942 Zeichen
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Lustiges Passagierwiegen

UsbekistanTextauszug: Mit seinen Palästen, Minaretten, Moscheen, steinalten Festungen, Karawansereien und Oasen schwingt sich Usbekistan mehr und mehr zu einem beliebten Reiseziel an der legendären Seidenstraße auf. Wobei allein der Klang der Namen der Oasenstädte wie Chiwa, Bukhara oder Samarkand unweigerlich Träume aus 1001 Nacht weckt. Gerne wird angesichts des Charmes solcher Städte von den Reisenden die Tatsache verdrängt, dass die ehemalige Sowjetrepublik seit Jahr und Tag von einem diktatorischen Regime regiert wird. Wohl auch, weil der gemeine Touristen mit Ausnahme der etwas umständlichen Einreisekontrolle kaum etwas davon mitbekommt. Dabei erhält das Reisen nach und in Usbekistan nun ein besonderes Geschmäckle. Zumindest dann, wenn man mit Uzbekistan Airways unterwegs ist. Die staatliche Airline, die unter anderem die Hauptstadt Taschkent mit Frankfurt verbindet, geht nämlich dazu über, nicht nur die Koffer und das Handgepäck, sondern gleich auch den gesamten Fluggast mit zu verwiegen.

Inhalt: Passagiere aus Sicherheitsgründen vor dem Flug wiegen.
Länge: 3.427 Zeichen
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Müll-Ferkel

Mülleimer, Copyright Karsten-Thilo RaabTextauszug: Viele Menschen sind Schweine. Nicht etwa, weil sie regelmäßig die Sau rauslassen oder weil sie jemanden zum Mutterschwein machen, was natürlich auch eine Sauerei ist. Auch nicht, weil sie hier und da beim Essen auf dem Tisch eine regelrechte Schweinerei verursachen. Nein, vielmehr weil sie keine sauberen Schweine sind und ihren Müll und Dreck einfach fallen- und zurücklassen, wo sie gehen und stehen. Einige schleppen ihren Müll sogar bis zum nächsten Mülleimer, um das Ganze direkt vor dem Behälter auf den Boden zu schmeißen. Was wirklich eine Sauerei ist. Leider kommen diese Dreckschweinchen oft ungestraft davon. Dafür werden die Reinigungs- und Entsorgungskosten sowie der Personaleinsatz dann von Städten und Gemeinden auf alle Bürger in Form von erhöhten Gebühren umgelegt. So gesehen, gebührt es sich einfach nicht, als Müll-Ferkel seine Stadt mit seinen Hinterlassenschaften zuzupflastern.

Inhalt: Wenn Müll-Ferkel öffentlich an den Pranger gestellt werden.
Länge: 2.913 Zeichen
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Alkoholhaltiger Trinknebel

12_AA_inthecloud1_(credit Ann Charlott Ommedal)Textauszug: Public Houses, besser bekannt als Pubs, gehören zum britischen Lifestyle wie Regenschirm und Doppeldeckerbus. Pubs sind Treffpunkt, Gerüchteküche, Kontaktbörse und zweites Wohnzimmer für viele, aber  auch Enklaven des Lachens und des Lästerns, in denen einem scheinbar nie enden wollender Marathon an Trinksprüchen und Tresenpolitik dazu beiträgt, dass sich die Probleme der Welt in Wohlgefallen auflösen. Dabei sind Public Houses längst nicht mehr allein eine klassische Männer-Domäne. Sie sind unverzichtbarer Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens. Jung und Alt, Arm und Reich, Fußballfans und Manager in Nadelstreifen und gelockerter Krawatte befeuchten sich in den Wirtshäusern, die durch viel Atmosphäre zwischen Bierdunst, Darts, Kaminfeuer und schweren Eichenbalken geprägt sind, allabendlich einträchtig Seite an Seite die Kehlen.

Inhalt: Alkoholgenuss durch das Einatmen eines besonderen Nebels..
Länge: 2.660 Zeichen
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Urin-Säge

ToiletteTextauszug: Dass Urin ein besonderer Saft sei, proklamierte die bekannte TV- und Radio-Moderatorin Carmen Thomas bereits Anfang der 1990er Jahre. Die gesammelten Erkenntnisse verpackte sie sogar in ein Buch. Wie besonders das Urin ist, wissen auch Skeptiker dank ihrer Arztbesuche. Mit ein paar Tropfen der mehr oder weniger gelblichen Flüssigkeit lassen sich Rückschlüsse auf eine Vielzahl von Krankheiten ziehen. Und wir alle müssen mehrmals täglich dieses besondere Wasser lassen. Im Normalfall begeben wir uns dazu in einen zumeist gefliesten Raum mit eigens dafür montierten Keramikvorrichtungen. Manchmal, vor allem auf Autobahnparkplätzen, kann eine Toilette auch schon mal aus unempfindlichen Metall bestehen. Doch nicht alle entleeren ihre Blase schön brav an den dafür vorgesehenen Orten namens Toilette.

Inhalt: Wenn Urin Laternenmasten zum Einsturz bringt…
Länge: 3.039 Zeichen
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Pyjama-Spießigkeit im Hotelbett

HotelbettTextauszug: Nur die wenigsten machen sich, wenn sie ihr Hotelzimmer betreten, Gedanken darüber, wer vielleicht schon vor ihnen in ihrem Bett geschlafen hat. Was auch reine Spekulation wäre, es sei denn, es handelt sich um einen Hotspot für Stars und Sternchen. Dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, sich genau dort zu betten, wo schon ein Promi sein ermattetes Haupt für eine Mütze voll Schlaf ablegte. Auch wissen wir in der Regel wenig über die Schlafgewohnheiten anderer Gäste. Zum einen, weil die wenigsten sichtbare Spuren hinterlassen, zum anderen, weil das Zimmerpersonal im Normalfall solche Spuren beseitigt, bevor ein neuer Gast das Zimmer bezieht.

Inhalt: Besondere Schlafgewohnheiten internationaler Hotelgäste
Länge: 2.921 Zeichen
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