Bildungsschlaf

Textauszug: Nicht ganz so blitzgescheite Zeitgenossen könnten natürlich nun schnell auf das schmale Brett kommen, sich künstlich mit Kaffee und koffeinhaltigen Getränken wach zu halten oder bis in die Puppen das Pantoffelkino rauf und runter zu zappen. Viele werden wohl auch bemüht sein, Heinrich Heine nachzueifern. Der große Dichter aus Düsseldorf, der sein Krankenbett dereinst als Matratzengruft titulierte, galt gemeinhin als einer der gebildetsten Männer des 19. Jahrhunderts. Der Rheinländer schien seiner Zeit weit voraus. Denn Heine hat bekanntlich in der Nacht an Deutschland gedacht und war fortan um den Schlaf gebracht. Ein simpler Trick, der zumindest mit Blick auf die Männerwelt getrost als eine Art Füllhorn des Wissens gewertet werden darf.

Thema: Schlafen bildet
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